
Einfach mal schnell abtauchen
Seit 15 Jahren betreiben die Leipheimer "Paradise-Divers" Tauchsport an vielen Orten der Welt
Von unserem Mitarbeiter Stephan Schöttl
Leipheim
Alles begann 1985 mit einem Tauchlehrgang einzelner Mitglieder. Nur drei Jahre später haben die zehn Hobbytaucher dann in Leipheim einen Tauchverein gegründet. Seitdem hat der Verein ständig Zuwachs bekommen und zählt inzwischen sogar fast 200 Mitglieder. Diese frönen ihrem Hobby an vielen Orten der Welt und tauchen unter anderem in Spanien, Elba, Malta, Kreta und dem Rotem Meer.
"Tauchen ist wie Fallschirmspringen in Zeitlupe", sagt der erste Vorsitzende der "Paradise-Divers", Hans Schwind. Aus einem "Club im familiären Rahmen" entstand 1988 der Verein in Leipheim. "Inzwischen ist der Verein enorm gewachsen. Schüler, die bei uns das Tauchen erlernt haben, schicken jetzt schon ihre Kinder in unsere Tauchschule", freut sich der Vorsitzende über den regen Zuspruch in der Region. Elf ausgebildete Lehrer sind dafür zuständig, dass die Schüler in Bälde ihr Tauchdiplom, das als Zulassung für die verschiedenen Tauchbasen in der ganzen Welt gilt, erhalten."Wir beginnen mit dem Training im Hallenbad, dann geht es raus an den See und schließlich ins offene Meer", erklärt Schwind. Doch vor dem ersten offiziellen Tauchgang im offenen Meer steht noch eine besondere Zeremonie bevor: die Tauchertaufe. "Die jungen Sportler müssen verschiedene Übungen absolvieren. Unter anderem mit verbundenen Augen tauchen. Dass dann durch den Schnorchel verschiedene Getränke eingeflößt werden, ist nicht auszuschließen", sagt Schwind lachend. Dabei hat der Tauchsport für ihn eine ganz besondere Faszination: "Sobald man mit dem Kopf unter dem Wasser ist, vergisst man alles, was über dem Meeresspiegel passiert. Die Unterwasserwelt ist bunt und vielseitig."Das kann aber, laut Schwind, auch zum Problem werden. Daher legt man bei den Leipheimer "Paradise-Divers" besonderen Wert auf die Tauchsicherheit. "Jeder Fehler könnte auch der Letzte sein", sagt der 1. Vorsitzende. Wie reagieren fremde Fische? Wie nah darf man an die Fische oder die Korallen rantauchen? Antworten auf Fragen wie diese werden den Tauchanfängern bereits in den ersten Übungsstunden näher gebracht.Die Abenteuersportart Apnoe-Tauchen, bei der ohne Atemgeräte in die Tiefe gegangen wird, lehnen die Leipheimer Tauchesportler strikt ab: "Bei uns steht die Sportart für die breite Masse im Vordergrund. Sicheres Tauchen ist unsere Devise", betont Schwind. Aber dennoch ist das Programm, das in Leipheim angeboten wird, vielseitig: Höhlentauchen, Wracktauchen und Rettungstauchen. Um ihr Hobby auszuüben, fahren die Mitglieder des Leipheimer Vereines an die unterschiedlichsten Orte der Welt. Dazu gehören Plätze wie Elba, Malta, Spanien, Istrien und im vergangenen Jahr ging der Vereinsausflug nach Dahab ans Roten Meer.
Unterwasserhochzeit auf Elba
In den 15 Jahren Vereinsgeschichte gab es aber noch viele andere Highlights: Eine echte Unterwasserhochzeit fand 1988 auf Elba statt und im vergangenen Jahr errichteten die Güssen-Taucher im Gartenhallenbad Leipheim die einzige Unterwasserkrippe der Welt."Der Höhepunkt für unsere Vereinsmitglieder ist aber die Lichterserenade auf der Donau, die alle zwei Jahre stattfindet.", sagt der Vorstand und beschreibt weiter: "Die Gäste finden diese Veranstaltung schön. Aber für die Teilnehmer ist es noch viel schöner. Es ist unbeschreiblich, sich in dieser Atmosphäre auf der Donau treiben zu lassen." In diesem Jahr setzen die Sportler aus, aber im kommenden Jahr können sich die Besucher aus der ganzen Region wieder auf ein Lichtermeer auf der Donau freuen. Wer Lust aufs Tauchen bekommen hat, der ist bei den "Paradise Divern" jederzeit willkommen: "Man kann bei uns alles ausleihen, was man zum Tauchen braucht", freut sich der Vereinsvorsitzende auf neue Tauchsportfreunde.
Quelle: www.guenzburger-zeitung.de